Vendor = Lieferant, Anbieter, Kreditor, Verkäufer, Verkaufsautomat

Der englische Begriff “Vendor” bezeichnet wesentlich umfassender, was allgemein als „Externe“ beschrieben wird, also jegliche Art von externen Dienstleistern, Personen oder sonstigen Systemen, mit denen ein Unternehmen agiert.

Das klassische Beziehungsdreieck betrachtet die Wechselwirkungen innerhalb eines Unternehmens, die externe Sicht wird jedoch außen vor gelassen.

Vernachlässigtes Stiefkind statt geliebtes Patenkind?

In der Vergangenheit war es oft Usus, Lieferanten als reine Dienstleister in Abhängigkeit zum eigenen Unternehmen zu sehen. Dabei ist es doch vielmehr so, dass auch Unternehmen in direkter Abhängigkeit zu den Lieferanten stehen.

Sicherlich können einem Lieferanten gegenüber vertragliche Lieferfristen geltend gemacht werden. Dennoch stören Lieferengpässe die Kundenzufriedenheit und schwächen so die Kundenbindung. Der ausführende Mitarbeiter ist dabei derjenige, der nachbessern muss oder dem Unmut der Kunden ausgesetzt ist.

Wir haben das klassische Dreieck erweitert und für uns als Beziehungs-Viereck definiert.

CRM – Ja. Aber VRM?

Über CRM brauchen wir an dieser Stelle sicher nicht weiter reden. Aber warum machen wir uns Gedanken über Kundenbindung und Kundenzufriedenheit, während wir die gleichen Aspekte bei allen Vendor-Beziehungen bisher nicht betrachten?

Diese und weitere Aspekte haben wir in unserem Vendor Management zusammengefasst.

Eine Zielgruppenanalyse lässt sich so auch auf die Lieferanten übertragen. Wer ist geeignet? Was zeichnet ihn aus? Wer passt zu meiner eigenen Strategie? Wie manage ich die Beziehung zu ihm?

Wenn der Geschäftserfolg von der richtigen Auswahl und dem Beziehungsmanagement der Vendoren abhängig ist, warum kümmern wir uns dann nicht darum?