Value Matters!

 

Executive Summary / Abstract

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Alle reden über die Vorzüge der Digitalisierung. Aus Unternehmenssicht interessiert dabei die Frage, wie kann ich daraus den größtmöglichen Nutzen für das Unternehmen, den Bereich, die Abteilung oder das Projekt ziehen. Sicherlich sind die technologiegetriebenen Veränderungen nicht aufzuhalten, wenn wir uns unsere eigene Geschichte anschauen, waren sie dies noch nie. Unser heutiger Lebensstandard beruht auf einem kontinuierlichen (technologischen) Fortschritt. Dabei gab es schon immer Vordenker und solche, die die Neuerungen nur angewendet oder benutzt haben. Wer dies ablehnt und an den Status Quo glaubt sollte sich selber fragen, in welchem Jahrhundert er gerne zum Zahnarzt gegangen wäre?

Eine weitere Erkenntnis ist, dass in der Vergangenheit immer die Unternehmen erfolgreich waren, die in der Lage waren neueste Technologie für sich nutzbar zu machen, Strategien und Taktiktime value moneyen zu entwickeln, die zur aktuellen Situation passten. Dies gilt heute mehr denn je, denn wir müssen noch einen weiteren Aspekt berücksichtigen und das ist die Geschwindigkeit, mit der heute Veränderung passiert. Wir leben in exponentiellen Zeiten! Wer wartet wird nicht nur überholt, er wird abgehangen (Beispiele: Nokia, Blackberry, Banken).

Der Nutzen kommt also aus dem Wissen, WIE man diese Veränderung für sich nutzbar macht, um dann den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen zu können. Dies ist keine wirklich neue Erkenntnis, nur bei der Frage, wie man dies konkret in der Realität umsetzt gibt es immer wieder Probleme, da ein tiefes Verständnis von beiden Seiten, sprich wirtschaftlichen und technologischen Aspekten, notwendig ist.

Entscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg ist das Verständnis wie, dass Plattform-Business funktioniert. Von erheblicher Bedeutung ist, dass sich das Plattform-Business, in dem es um Netzwerkeffekte geht, dramatisch von den klassischen Modellen der BWL unterscheidet.

Das digitale Business ermöglicht es, wie noch nie zuvor, in kurzer Zeit (TIME) einen hohen Wert (VALUE) und Ertrag (MONEY) zu generieren.

Das Rennen macht das Unternehmen, welches die höchste Utilization für sich verbuchen kann und sich am schnellsten an neue Situationen anpassen kann.

Business

 

Wie äußert sich Nutzen auf der Business Seite eines Unternehmens?

Diese Frage läßt sich einfach beantworten. Es ist die Rendite, sprich das Verhältnis von Gewinn (MONEY) zu eingesetztem Kapital bezogen auf eine Periode (TIME). Oder kurz – Geld pro Zeit.

Die Digitalisierung hilft dabei, den Wirkungsgrad eines Unternehmens dramatisch zu erhöhen, d.h. bei gleichem Kapitaleinsatz einen höheren Gewinn zu erzielen. Um den größtmöglichen Effekt zu erhalten, muss dies entlang der Wertschöpfungskette geschehen, wobei selbige selber zur Disposition steht.

Worin besteht der Unterschied zwischen klassischem und neuem Business?

Der wesentliche Unterschied ist, dass es im sogenannten e-Commerce um Netzwerkeffekte (VALUE) geht, die über Plattformen generiert werden. Daten sind dabei das neue Öl oder Gold. Die Nutzbarmachung über entsprechende Analysemöglichkeiten und die Umwandlung der Ergebnisse in Kundennutzen sind der Schlüssel zu einem digitalen Geschäftsmodell.

Die Nutzbarmachung über entsprechende Analysenmöglichkeiten (VALUE) und die Umwandlung der Ergebnisse in Kundennutzen sind der Schlüssel zu einem digitalen Geschäftsmodell.

Das unterscheidet sich dramatisch von klassischen Modellen, bei denen es darum ging ein Produkt zu kreieren, welches auf seltenen Ressourcen (VALUE) beruhte und diese möglichst monopolistisch zu kontrollieren. Mit Ressourcen sind hier nicht nur physikalische, sondern auch immaterielle gemeint. Die Optimierung (TIME) der Wertschöpfungskette war und ist immer noch das Ziel, um entsprechende Skaleneffekte (MONEY) zu nutzen und somit die Stückkosten zu senken. Im neuen Business gibt es keine vorgefertigten Prozesse, die entstehen und werden optimiert während sie stattfinden!

 

Plattformen

Plattformen bringen heute Kunden und Anbieter auf einem digitalen Marktplatz (TIME) zusammen. Die Plattform selber tritt dabei nicht unbedingt als klassischer Zwischenhändler auf, sondern eher als Vermittler, der eine Art Provision (MONEY) erhält. Die Netzwerkeffekte (VALUE) sorgen dafür, dass der Plattformbetreiber ordentlich mitverdient. Seine Aufgabe ist es auch, die Plattform attraktiv zu halten, was im Wesentlichen über die Auswertung der gesammelten Daten (VALUE) passiert. Diese werden auch den Anbietern zugänglich gemacht, um die Produkte immer besser an die Kundenwünsche anzupassen (Outside-In Approach). Plattformen führen zu einem multisided Business, sprich der Betreiber muss die Plattform an verschiedene Zielgruppen verkaufen, nämlich an den Endkunden und den Anbieter.

Entscheidend ist der Nutzen für den Kunden!

 

Der Kunde

Dies ist nicht neu und wird von der Menschheit seit mehreren tausend Jahren praktiziert. Wir machen immer noch die selben Dinge, aber mit anderen Mitteln, was zur zentrale Frage führt:

Wie setzt man die Fähigkeiten des Unternehmens mit dem größtmöglichen Wirkungsgrad unter Ausnutzung der digitalen Möglichkeiten für seine eigenen Zwecke optimal ein?

Die heutigen Anforderungen an ein erfolgreiches Geschäftsmodell sind im wesentlichen Kundenzentrierung, dynamische Abläufe, Anpassbarkeit an neue Marktsituationen und professionelles Partner Management. Ursprung ist das veränderte Kundenverhalten, welches auch durch digitale Medien entstanden ist. Für den Kunden sind die TransaktionCustomerCentricskosten dramatisch gesunken, er kann Produkte und Anbieter global vergleichen, Logistik spielt aus seiner Sicht keine Rolle mehr. Er will nur informiert sein, wo sein Paket ist. Apple beispielsweise verschickt seine iPhones aus China direkt an seine Kunden.

Das heißt zum Kunden hin gibt es eine Omnichannel-Kommunikation, vom touchpoint in das Unternehmen hinein sollten keine größeren Brüche zu den internen Prozessen sein. Selbige sind in einem hohen Maß automatisiert und möglichst flexibel. Da ein modernes Unternehmen nicht mehr unbedingt die gesamte Wertschöpfungskette enthält, ist ein professionelles Partnermanagement unersetzlich sowie die Integration der externen und internen Prozesse. Dies gewährleistet eine effiziente Durchgängigkeit

Dies ist auch keine neue Erkenntnis, aber welchen Einfluss hat die Digitalisierung hier. Die neuen technologischen Möglichkeiten ermöglichen es mehrere strategische Ziele gleichzeitig zu erreichen, nämlich Kosteneffizienz und Skalierung bei Grenzkosten nahe des Nullpunktes. Eine weiterer Faktor ist, dass unter Umständen die zusätzlichen digitalen Eigenschaften eines Produktes vom Kunden höher bewertet werden, als die eigentlichen Funktionen. Ein schönes Beispiel ist das Auto, das dieses einen von A nach B bringt ist normal, wichtiger ist die Integration mit dem Smartphone, over-the-air Updatemöglichkeiten, Navigation mit Übernahme von Routen aus dem Smartphone, usw.

Heißt konkret, dass ein immer größerer Teil der Produkte aus Software besteht und der Nutzen des Produktes für den Kunden auch noch nach dem Kauf durch Apps und Updates gesteigert werden kann. Gerne bezahlt der Kunde dies mit Daten über sich selbst, womit sich der Kreis schließt, denn diese sind für die Kundenzentriertheit unerlässlich.

 

Organisation

Diese Veränderung hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Organisationsstrukturen innerhalb eines Unternehmens. Zum einen müssen diese mit der geforderten Dynamik am Markt mithalten und auf der anderen Seite wird die Automatisierung weiter voranschreiten. Alle Bereiche des Unternehmens sind betroffen, weshalb dies eine Aufgabe für das Topmanagement ist.

 

Das Wissen darüber, wie digitale Geschäftsmodelle entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden entscheidet letztendlich über den wirtschaftlichen Erfolg.

Punktuelles optimieren von Prozessen, anschaffen neuer Technologien, einstellen von Experten, häufiges Umstrukturieren der Organisation, abwechselndes In- oder Outsourcing, unstrukturiertes Sammeln und Analysieren von Daten, etc. macht noch kein modernes Unternehmen.

Der wirtschaftliche Nutzen kommt aus dem Wissen, WIE man das macht.

Technology

 

Technologie für sich hat noch keinen Nutzen, erst wenn wir sie für unsere Zwecke richtig einsetzen, bekommt sie Nutzen (VALUE).NewTechnologies

Wie schon unter der Überschrift Business beschrieben, ist auch hier der Wirkungsgrad oder die Utilization für das Plattform-Business ein wesentlicher Aspekt.

Beispiel: Die Kosten für einen Google User belaufen sich auf 3,3 $ pro Monat im Gegensatz zu großen Banken wo der Wert über 500 $ liegt.

Die Business Anforderungen spiegeln sich natürlich auch in den Anforderungen an die eingesetzten Technologien wieder. Beim Thema Kundenzentrierung wird auf die Erhebung großer Datenmengen gesetzt (Big Data), um möglichst viel über Verwendung der Produkte beim Kunden zu lernen und der geeignete Analysenmethoden (VALUE) die richtigen Rückschlüsse ziehen zu können. Diese Erkenntnisse werden dann bei Produktentwicklung und CRM eingesetzt, um die Kundenzufriedenheit bzw. den Customer Value zu steigern.

Ein wesentlicher Teil des Themas Digitalisierung stellt die Automatisierung (TIME / MONEY) von Geschäftsvorgängen dar. Durch den Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz, der Robotik und Internet of Things (IoT) können auch komplexe Abläufe vollständig automatisiert werden. Die geforderte Dynamik am Markt wird dabei durch den flexiblen (TIME) Einsatz von IT-Ressourcen und Services unterstützt. Mit Service sind in diesem Zusammenhang Fähigkeiten gemeint, die als Services angeboten, sofort genutzt und beliebig kombiniert werden können. Bemerkenswert ist, dass dies zu sehr geringen Kosten (MONEY) möglich ist. Stichworte sind hier, SaaS (Software-as-a-Service), Cloud Computing, Cognitive Computing, Sensorik, usw. Durch die Nutzung von virtualisierten Ressourcen können erhebliche Kosteneinsparungseffekte erzielt werden, da nicht mehr jeder auch alles bauen muss (Share Economy).

 

Plattform

CostPressureIm Plattform-Business ist, wie der Name schon sagt, die wohl der richtigen Architektur für eine Plattform von großer Bedeutung. Die gewünschten Netzwerkeffekte (VALUE)auf der Business Seite führen zu entsprechenden Anforderungen auf der Technologie Seite. Skalierung, Adaptierbarkeit und Integrationsmöglichkeiten von Diensten externer Dienstleister sind hier wesentliche Punkte. Die Zuverlässigkeit, Usability und Verfügbarkeit solcher Plattformen tragen erheblich zum Kundennutzen bei. Auf der anderen Seite muss der Plattformbetreiber die Plattform attraktiv halten. Das Erheben und Analysieren von großen Datenmengen verschafft die notwendigen Daten/Informationen, die ein Asset darstellen und es ermöglichen den Kundennutzen weiter zu steigern und damit den Netzwerkeffekt weiter anzufeuern.

Die entsprechenden Kernkompetenzen müssen vorhanden sein, um die technologischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen und neue Funktionen anbieten zu können. Diese können im Sinne der Share Economy auch von außen bezogen werden. Dies gilt natürlich nicht für Kompetenzen, die den USP des Unternehmens ausmachen.

Also auch hier gilt: Erfolgreich ist der, der weiß WIE man Technology für seine eigenen Zwecke optimal einsetzt.

Wollen Sie wissen wie das im Detail funktioniert?