Industrie 4.0 bezeichnet die vierte Entwicklungsstufe der industriellen Revolution. Diese Evolution fordert die heutige Industrie – aber auch alle anderen Branchen, da durch diese Entwicklung eine unabhängige Vernetzung von allen beteiligten Branchen und ggf. weiteren Ländern als Unabdingbarkeit abverlangt wird.

Platz 3 der Top-Exportländer weltweit: Deutschland

Platz 4 im Vergleich des BIP weltweit: Deutschland

Platz 15 der innovativsten Länder weltweit: Deutschland

Quellen: 1. http://de.statista.com, Stand: 2012, Platz 1: Usa, Platz 2: China. 2. http://de.wikipedia.org, Stand: 2013, Platz 1: China, Platz 2: Usa, Platz 3: Japan 3. http://www.wiwo.de bzw. www.globalinnovationindex.org, Stand: 2013

Industrie 4.0 zahlt direkt auf die Innovationsfähigkeit ein – insbesondere auf die Ihres eigenen Unternehmens. Auch wenn durch NSA-Skandale die Verunsicherung bzgl. globaler Vernetzung gewachsen ist, ist es deshalb umso wichtiger, die Evolution des Unternehmens zu der eigenen Strategie zu machen und Fallstricke zu vermeiden.

Nur Produktion – das reicht nicht!

Nur wer sowohl Business als auch IT verstanden hat, Erfahrung in der Umsetzung hat (gerade auch in den relevanten Branchen), Ideen hinzufügt, die die Evolution noch weitertreiben, und Fallstricke vermeidet, die ohne einen ganzheitlichen Blick gern übersehen werden, kann Industrie 4.0 erfolgreich implementieren. Genau in diesen Punkten liegt auch die Stärke und Erfahrung von ScS.

Industrie 4.0: Evolution zeitnah umgesetzt, revolutioniert für die Zukunft

Weitere Hintergrundinfos zu Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist eine Initiative der Bundesregierung, mit der eine neue Evolutionsstufe der Industrie erklommen werden soll. Ziel dabei ist es, eine vernetzte und hoch integrierte Landschaft für das produzierende Gewerbe und die Industrie zu schaffen. Dies wird auch gerne als Internet der Dinge bezeichnet, auch wenn dies so nicht richtig ist (s. dazu Abgrenzung zu Internet of things).

Das Rückgrat dieser Initiative bildet das Internet, welches für die Vernetzung der Smart Factories untereinander zuständig ist. Durch die konsequente und dynamische Nutzung der Fähigkeiten der u.U. verteilten Factories bedarf es einer Infrastruktur, welche dynamische Interaktion nicht nur zulässt, sondern aktiv unterstützt, und im Speziellen einer Telekommunikationsinfrastruktur, die die entsprechenden Bandbreiten, Verfügbarkeiten sowie Sicherheit und Adaptionsfähigkeit zur Verfügung stellt.

Industrie 4.0 vs. Internet of Things?

Auch wenn die Begrifflichkeit oft in einem Atemzug genannt werden, so bezeichnen sie doch unterschiedliche Dinge.

Internet of Things bezeichnet die grundsätzlichen Vernetzungsmöglichkeiten von alltäglichen Dingen per Internet und somit die Schaffung neuer Möglichkeiten. Intelligente Gegenstände kommunizieren – mit dem Anwender, untereinander, ferngesteuert, automatisiert – alles ist möglich. Das eigentliche Gerät, ehemals der Personal Computer, stehen dabei immer weniger im Focus, der Nutzen wird zum Maß der Dinge.

Industrie 4.0 hingegen ist einerseits ein Teilbereich des Internet of things, da unter Zuhilfenahme der Vernetzung die Industrie auf eine neue Stufe gehoben wird und Produktion mit anderen Mitteln und Möglichkeiten evolutioniert wird. Andererseits bezeichnet es unterschiedliche Dinge, da Industrie 4.0 auch der Titel der Initiative der deutschen Bundesregierung zu Verbesserung der Produktionstätigkeit ist und somit eine neue High-Tech-Strategie für Deutschland einläutet.

Die 4 Evolutionsstufen der Industrie

Nach der Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft folgte die Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, daran anschließend die Digitale Revolution, sprich der Einsatz von Elektronik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion. Im Zentrum steht die Virtualisierung der Produktion, um Dynamik und Komplexität (Dynaxität) beherrschbar zu machen.

Die Frequenz der Änderung erhöht sich – nahmen die ersten beiden Evolutionsstufen noch fast 100 Jahre in Anspruch, so fand die letzte Veränderung in der Hälfte der Zeit statt. Schreitet die nächste Änderung in einer ähnlichen Geschwindigkeit voran, erreichen wir die 5 Stufe der industriellen Revolution bereits in ca. 20 Jahren.

Warum der Begriff 'Smart Factories'?

Ziel der „Smart Factory“ ist es, Smarte Produkte auch in Kleinserien oder Einzelstücken konkurrenzfähig herzustellen, wobei einzelne Bearbeitungsschritte oder Teile des Produkts auch von Partnern hergestellt werden können und das Produkt schon in der industriellen Fertigung eine Intelligenz erhält. So kennt es z.B. seinen Produktionsprozess, seinen nächsten Bearbeitungsschritt oder seinen Bestimmungsort.

Das Rückgrat von Industrie 4.0 bildet das Internet, über welches die Vernetzung der „Smart Factories“ untereinander erfolgt. Durch die konsequente und dynamische Nutzung der Fähigkeiten der u.U. verteilten Factories bedarf es einer Infrastruktur, welche dynamische Interaktion nicht nur zulässt sondern aktiv unterstützt, und im Speziellen einer Telekommunikationsinfrastruktur, die die entsprechenden Bandbreiten, Verfügbarkeiten sowie die Sicherheit und Adaptionsfähigkeit zur Verfügung stellt.

Industrie 4.0 – nur eine technische Weiterentwicklung?

Industrie 4.0 ist jedoch kein reines Technikthema. Es hat auch soziale und juristische Aspekte und jede Maßnahme, die Unternehmen durchführen, steht unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit.

Es ist z.B. wichtig, dass Unternehmen eine Kultur des lebenslangen Lernens etablieren und die Mitarbeiter befähigt werden, CPS zu steuern und unter verschiedenen Aspekten wie der Wirtschaftlichkeit, der Qualität, der Unfallsicherheit und der Ergonomie zu optimieren. So kann es gelingen, dass ein Unternehmen sowohl für Berufseinsteiger als auch für ältere Arbeitnehmer als Arbeitgeber attraktiv bleibt.

Wenn Maschinen selbst in der Lage sind zu erkennen, dass ihnen der Betriebsstoff ausgeht oder ein Bauteil das Ende seines Lebenszyklusses erreicht hat, so kann sie sicherlich automatisiert Nachschub oder das erforderliche Ersatzteil beim Lieferanten bestellen. Hier gilt es beim Aufbau einer „Smart Factory“ im Vorfeld mit den Vertragspartnern vertragliche Regelungen zu finden, damit auch wirklich eine Lieferung zur passenden Zeit erfolgt.

Ist es wirklich eine Revolution?

Ja! Die Weiterentwicklung zur Industrie 4.0 ist in jedem Falle eine Revolution mit allen Begleiterscheinungen. Smarte Produkte sind selbsterklärend und einfach zu bedienen ohne in die tiefen der Technik abtauchen zu müssen. Erkennen Kunden den Mehrwert eines Smarten Produktes, wird das massenhaft zu geändertem Kundenverhalten führen.

Neue Player mit Smarten Produkten werden etablierte Märkte massiv verändern. Vielleicht brechen diese Märkte auch komplett weg. So erging es in der 3. Industriellen Revolution z.B. Firmen wie Kodak mit Einführung der Digitalkamera. Der Markt für Kleinbildfilme brach in kürzester Zeit zusammen, da die Kunden mit der Digitalfotografie ein deutlich einfacheres Produkt favorisierten.

Daher ist es unserer Meinung nach (überlebens-)wichtig, sich bereits heute Gedanken zu machen wie ein Unternehmen, ein Geschäftsmodell oder ein Produkt im Industrie 4.0 Zeitalter aussehen sollte.

„Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.“ Kurt Tucholsky, 1890-1935

Unternehmen müssen Neuerungen immer schneller adaptieren, daher ist eine Organisationsstruktur notwendig, die dynamisch reagiert, womit nicht Dynamik im Sinne von zweimaliger unterjähriger Umstrukturierung gemeint ist, sondern das Schaffen einer Struktur, die auf Dynamik reagieren kann, ohne sich selbst permanent reorganisieren zu müssen. Moderne Unternehmen folgen den neueren Managementparadigmen und schaffen es u.U. angestammte Industriegiganten zu attackieren.

“Die Übergangszeiten zwischen den Wirtschaftsepochen sind es, in denen der Unternehmergeist blüht. Heute befinden wir uns in einer solchen Periode.” John Naisbitt (*1930), amerik. Prognostiker

Disruption ist keine Schreckgespenst, sondern bereits lange Realität

Auch wenn vieles nach weit entfernter Zukunftsmusik klingt, so müssen wir jetzt – geplant und strukturiert – beginnen, die ersten Schritte in diese Richtung zu gehen, um später ausreichend gegen disruptive Geschäftsmodelle gerüstet zu sein.

Wir nutzen selbst bereits seit Jahren dynamische Modelle und künstliche Intelligenz z.B. zur Verbesserung unserer Analysemethoden. Durch unsere Erfahrung in den Bereichen Telekommunikation, IT, Produktion und Logistik entwickeln wir mit Ihnen Ihre Smart Factory oder die Future Net Structure.