Digitalization – How-To ?

Der Begriff „Digitalisierung“ wird sehr unterschiedlich verwendet (Gabler Wirtschaftslexikon). Für die einen geht es, um die Konvertierung von Schallplatten in Smartphone taugliche Musikdateien, für andere wiederum geht es um ein Schreckgespenst der Automatisierung und einen Job Killer. Wie schon mehrfach in der Geschichte, hat der Mensch Wege gefunden seine Lebensqualität zu verbessern, in dem er schwere oder gefährliche Arbeiten an Maschinen abgegeben hat. Die moderne Technologie und die globale Wirtschaft ermöglichen es uns ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und einen Großteil der Transaktionen digital abzuwickeln. Das Smartphone und die Verfügbarkeit des Internets waren hier der Schlüssel. Jetzt geht die Entwicklung weiter in Richtung der Integration von unterschiedlichen Geräten (Internet of Things). Digitalisierung bedeutet in diesem Kontext eine neues Geschäftsmodell für den digitalen Markt zu entwickeln, oder ein Bestehendes in diesen Markt zu bringen. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind riesig und bei näherer Betrachtung werden immer noch die gleichen Bedürfnisse befriedigt, nur auf eine andere Art und Weise.

Ein Beispiel: Auch schon zu Zeiten des Commonwealth konnten Produkte aus entfernten Ländern bestellt werden, nur mit Briefpost und Segelschiffen dauerte es entsprechend lange, bis ein australisches Bier in England ankam. Heute ist jeder privat Kunde ein global Player, hat entsprechende Vergleichsmöglichkeiten und die moderne Logistik ermöglicht einen schnellen globalen Warenverkehr. Der Kunde bestellt weiterhin seine Produkte, aber vielleicht direkt beim Hersteller und bekommt sie auch aus dem Ausland geliefert.

Ein sehr plakatives Beispiel für Veränderungsgeschwindigkeit zeigen die beiden folgenden Bilder:

Das Digitale Business

Wie oben gesagt, werden Dinge nur auf eine andere Art und Weise erledigt, dies gilt auch für Geschäfte, Kundeninteraktion, Prozessabläufe und die Lieferantenintegration. Stark vereinfacht geht es also, um die Frage: Wie bringt man ein Geschäftsmodell in den digitalen Markt?

Ausgangspunkt ist das geänderte Kundenverhalten und die daraus entstehenden Daten. Diese Daten sind das neue Öl! Auf Basis dieser Informationen kann das eigene Produktportfolio überprüft werden, ob es zu den Kundenwünschen passt, bzw. die Wertvorstellung des digitalen Kunden trifft (Customer Value). Davon ausgehend wird das Unternehmen entsprechend ausgerichtet, wobei ein möglichst hoher Automatisierungsgrad erreicht werden sollte. Die Vorteile der Digitalisierung können auch von einem Unternehmen für interne Zwecke genutzt werden.

Keine Panik, es wird nicht alles eingerissen was über Dekaden aufgebaut wurde. Wie schon gesagt, betrachtet man es als einen zusätzlichen Markt, dann wird die digitalisierte Welt neben die existierende gestellt und sukzessive das Geschäftsmodell transformiert.

Die folgende Grafik verdeutlicht die drei Perspektiven mit den größten Änderungen im Vergleich zu einem klassischen Modell.

Customer

Der Kunde ist der Startpunkt für das Thema Digitalisierung, da er mit den Unternehmen anders interagieren will, eine andere Erwartungshaltung an Termintreue und Kommunikation hat.

Company

Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den Kundenwünschen mittels digitaler Möglichkeiten und einem möglichst hohen Grad der Automatisierung ist das Ziel.

Supplier / Partner

Die An- und Einbindung von Lieferanten und Partnern in den eigenen Wertschöpfungsprozess über digitale Methoden und Technologien ermöglicht flexibles Reagieren auf Kundenwünsche.

Wie geht Digitalisierung?

Im Prinzip ist es keine große Herausforderung. Der Begriff, der Kunde ist König, ist nicht wirklich neu, nur die Art wie wir dies dem Kunden heute vermitteln. Veränderung ist die einzige Konstante in einem modernen Leben, die Frage ist nur wie geht man vor ohne Fehler zu machen und die Risiken und Kosten möglichst gering zu halten. Die folgende Grafik soll dies verdeutlichen. Der digitale Markt sollte als ein eigner Markt mit eigenen Spielregeln betrachtet werden. Zwischen dem, was an Universitäten als klassische BWL gelehrt wird und was heute im digitalen Business benötigt wird, klafft eine Lücke. Man muss sich heute nicht mehr zwischen Kosten- oder Innovationsführerschaft entscheiden. Andere Organisationsformen ermöglichen es, wie beispielsweise bei WhatsApp mit 50 Personen, einen weltweiten Messaging Dienst zu betreiben. Zurück zur Frage: Wie geht das?

Unser TubeMap Approach

Die Vorgehensweise ist, dass verschiedene Streams parallel gestartet werden, um das Ziel zu erreichen. Die Startpunkte hängen davon ab, wo das Unternehmen heute steht. Wie bei einem Netzplan der U-Bahn, gibt es Ein- und Ausstiegspunkte. Zu jeder Zeit ist es möglich anzuhalten und die bis dahin erreichten Ergebnisse zu nutzen, was sowohl Risiken als auch Kosten minimiert. Unterschiedliche Geschwindigkeiten in den Streams führen zu keinen Interdependenzen, da sie weitestgehend unabhängig voneinander laufen und nur Kreuzungspunkte haben, eben wie bei der U-Bahn. Wer die Linie wechseln will, wechselt auch den Fahrplan für diese Linie.

Wichtig ist, dass man zu Beginn der Überlegungen, ob man in den digitalen Markt möchte, sich die möglichen Potenziale ansieht. Für 31 Branchen haben wir dies schon einmal gemacht. Folgen Sie dem Link.

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